ödp - die richtige Wahl für Bad Driburg
Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
als drittstärkste Fraktion im Stadtrat haben wir uns in den
letzten 20 Jahren mit einer ganzen Reihe vernünftiger Vorschläge
in den politischen Entscheidungsprozess eingebracht. Mit Ihrer
Stimme tragen Sie dazu bei, dass wir in der nächsten Legislaturperiode
unsere Arbeit für Bad Driburg erfolgreich fortsetzen können.
Positionen der ödp für die Kommunalwahl
am 30. August 2009
Kommunalpolitik ist nicht wie Landes- oder
Bundespolitik. Hier vor Ort geht es darum, im Gespräch mit
den Bürgern die Lebensqualität in unserem Gemeinwesen
zu erhalten und weiterzuentwickeln. Sie als Bürger
sollen über alle kommunalen Angelegenheiten unterrichtet
und an Entscheidungen beteiligt werden. Wir als Ihre Vertreter
freuen uns über jede Anregung. Alle - Bürger, Stadtverordnete
und Bürgermeister - müssen in gegenseitigem Respekt
nur das Wohl unserer Stadt und ihrer Ortschaften im Auge haben.
Familienfreundliche Stadt
Der demographische Wandel wird die Zukunft unserer
Stadt bestimmen.
Aus diesem Grund sind die vorhandenen Strukturen in unserer Stadt
verstärkt auszubauen, damit sich Familien auf die Bereicherung
durch Kinder einlassen. Dazu gehören alle städtischen
Angebote zur natürlichen Entwicklung unserer Kinder: ausreichend
Kinderspiel- und Bolzplätze, Versorgung mit Krippen- und
Kindergartenplätzen, Ganztagsschulen mit gesundem Mittagessen
und ein sinnvolles Förder- und Freizeitangebot am Nachmittag.
Bei der Ausstattung der Schulen darf die Stadt weder Kosten noch
Mühe scheuen. Hier kann sie zeigen, dass Kinder unsere Zukunft
sind. Wir wollen, dass die Jugendarbeit in den Vereinen noch mehr
unterstützt wird. Dafür hat die Stadt die notwendigen
Anlagen zur Verfügung zu stellen. Das Hallenbad braucht
mehr familienfreundliche Öffnungszeiten. Die ödp
hält nichts davon, Familien durch höhere Gebühren
oder Eintrittsgelder zu belasten. Unser besonderes Anliegen
ist der Erhalt der Musikschule. Hier wird hervorragende
Arbeit geleistet. Dies gilt auch für die vielen Musikvereine
in unserer Stadt. Auch ihnen muss vermehrt Unterstützung
und Anerkennung zuteil werden. Die unterfinanzierte Stadtbücherei
muss zu einem modernen Medienzentrum ausgebaut werden.
In der Pflicht stehen Stadt und Vereine beim übermäßigen
Alkoholkonsum unter heranwachsenden Jugendlichen. Hier
sind die Eltern bei ihrer schwierigen Erziehungsarbeit zu unterstützen.
In diesem Zusammenhang halten wir die offene Jugendarbeit
für ganz besonders wertvoll.
Es wird sich zeigen, ob die Stadt in den kommenden finanzknappen
Jahren diesen Aufgaben höchste Priorität gewährt.
Wir, von der ödp, tun es! Die ödp wirkt
aktiv bei der Schaffung des "Bündnis für Familien"
mit. Hier wünschen wir uns eine verstärkte Mitarbeit
aller Bürgerinnen und Bürger sowie der Stadt.
Alt und Jung
Der ödp ist das Zusammenleben zwischen
alten und jungen Menschen besonders wichtig. Das Konzept der traditionellen
Seniorenheime, wo alte Menschen weitgehend unter sich sind und
mit hohem Kostenaufwand betreut und gepflegt werden, muss ergänzt
werden durch Mehrgenerationenwohnprojekte, wo sich Jung
und Alt gegenseitig ergänzen. Hierfür sind von der Stadt
die baurechtlichen Voraussetzungen zu schaffen und Investoren
anzusprechen. Jung und Alt - gemeinsames Wohnen und Leben,
Begegnungsstätten für Junge und Alte, damit sollte sich
Bad Driburg einen Namen machen!
ödp - wahre Qualität
Bürgerengagement
Unsere Gesellschaft wird menschlicher, wenn
wir Bürgerengagement stärken. Deshalb muss die Kommunalpolitik
alles unternehmen, die Initiativen von Bürgern unserer
Stadt zu unterstützen. Sei es die Speisekammer, der Bürgerpunkt,
der Asylkreis, der Eine-Welt-Kreis, der Verein Naturschutz Aktiv,
der Bürgerbusverein, die Feuerwehr, seien es die Sportvereine,
die vielen Fördervereine, um nur einige zu nennen, hier kann
noch mehr Anerkennung seitens der Politik erfolgen. Eine Teilüberdachung
der Tribüne des Sportplatzes käme nicht nur den
Sportvereinen mit ihren Aktiven und den ehrenamtlichen Helfern
zugute. Auch deren Gäste würden sich hier besonders
willkommen fühlen.
Die Auszeichnung von engagierten Bürgern in der letzten
Ratssitzung vor Weihnachten ist ein richtiger und wichtiger
Schritt. Aber auch hier kann noch mehr getan werden. Viele Initiativen
zum Wohl unserer Stadt sollten finanziell unterstützt werden.
Ein wichtiges neues Projekt in unserer Stadt ist das "BürgerhausDriburg",
das allen für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten
zur Verfügung stehen soll - Näheres hierzu unter www.initiativeumbau.info.
Die ödp unterstützt diese Initiative tatkräftig.
Doch so wichtig wie die ehrenamtliche Tätigkeit ist, sie
darf nicht dazu führen, dass die Stadt sich aus ihren Verpflichtungen
zurückzieht.
ödp macht stark
Tourismus
Bad Driburg als Kurort in einer waldreichen, wunderschönen
Landschaft, wo Natur und Umwelt noch weitgehend intakt sind, hat
viel zu bieten. Wir sollten uns auf diese natürlichen Stärken
besinnen und nicht auf Einrichtungen setzen, die erwiesenermaßen
für den Tourismus fast gar nichts bringen. Allenfalls 10%
der Thermenbesucher sind Touristen. Für die Bereicherung
des Geschäftslebens in unserer Stadt hat diese Einrichtung
nur eine geringe Bedeutung, für die Bad Driburger Steuerzahler
jedoch in ganz erheblichem Maße.
Die Therme kostet den Bürger nach wie vor 1 Million Euro
pro Jahr, anders ausgedrückt: Jeder Thermengast erhält
von der Stadt einen Zuschuss von 9,51 Euro pro Besuch. Daran hat
sich in den letzten Jahren nur minimal etwas geändert, trotz
der guten Arbeit der neuen Geschäftsführerin. Eine Steigerung
der Besucherzahlen um ca. 1000 im Jahr 2008 gegenüber 2007
ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. Das sind gerade mal
3 Besucher mehr pro Tag. Wie lange soll das noch weitergehen?
Hier sagen wir von der ödp: Lieber eine Ende mit Schrecken
als ein Schrecken ohne Ende.
Einige Fraktionen im Rat überlegen, die Therme durch den:
Anbau eines 25-m-Hallenbades bei gleichzeitiger Stilllegung des
alten Hallenbades am Krähenhügel zu "retten".
Kosten hierfür ca. 5 Millionen! Als Begründung hört
man: Kredite sind jetzt sehr günstig. Allein um das zu verhindern
kommt kein Driburger daran vorbei, der ödp seine Stimme
zu geben. Solch ein Projekt würde die finanzielle Handlungsfähigkeit
unserer Stadt auf Jahre hinaus lahm legen, konkret bedeutet das:
Absolut notwendige Maßnahmen, z.B. Straßen reparieren,
könnten dann nicht mehr erledigt werden.
Innenstadt stärken
Hier muss etwas passieren und zwar bald! Die Pflasterung
der Langen Straße, Aushängeschild für das Einkaufszentrum
und die Gastronomie unserer Stadt, ist absolut erneuerungsbedürftig.
Das haben Rat und Verwaltung erkannt. Die gute Arbeit unseres
Baudezernenten hat dazu beigetragen, dass Pläne ausgearbeitet
und Fördermittel beantragt wurden. Für den mittleren
Bauabschnitt - Dringenberger Straße bis Konrad-Adenauer-Ring
liegt bereits eine Bewilligung vor. Jetzt muss die Umsetzung so
schnell wie möglich erfolgen. Hier ist die Verwaltung gefordert.
Ein großes Problem in unserer Stadt sind die leer stehenden
Geschäfte und Wohnungen. Hier fordert die ödp
ein von der Stadt verwaltetes Leerstandskataster, damit
sich Interessenten über die vorhandenen Leestände informieren
können.
Ein weiteres Anliegen der ödp ist die Erhaltung historischer
Bauwerke in Bad Driburg, z.B. die alte Volksschule in der Schulstraße.
Es wäre schade, wenn auch die letzten alten Häuser in
unserer Innenstadt verschwinden würden.
Zur Frage der Gestaltung der oberen Langen Straße, ob hier
eine Fußgängerzone eingerichtet werden soll oder nicht,
interessiert uns die Meinung aller Bad Driburger Bürger.
Wir von der ödp würden uns über jede Anregung von
Ihnen freuen!
ödp lohnt sich!
Verkehr
Das Tal, in dem Bad Driburg liegt, sowie die
relativ kurzen Wege sind ideal zum Radfahren. Die ödp
fordert, dass das Radfahren in unserer Stadt attraktiv gemacht
wird. Es fehlt immer noch ein innerstädtisches Radwegenetz
entlang der Hauptverkehrsstraßen und es fehlen sichere
und gut ausgebaute Radwege zu einigen Ortschaften. Auf Grund der
Gefährlichkeit im Bereich des Reelser Kreuzes ist es notwendig
mit einem sicheren Radweg zur Ortschaft Reelsen zu beginnen.
Die Stadt muss sich in Absprache mit dem Kreis oder anderen Baulastträgern
um eine Lösung bemühen.
Umwelt und Energieversorgung
Im Zeitalter der Erderwärmung mit unabsehbaren
Folgen ist es dringend notwendig, dass auch auf kommunalpolitischer
Ebene Handlungskonzepte entwickelt und umgesetzt werden. Wir müssen
wegkommen von der Verbrennung fossiler Energieträger wie
Kohle und Erdöl. Die Zukunft gehört der regenerativen
Energie. Insofern ist es richtig, dass die Stadt der Bürgerenergiegenossenschaft
(Bürgerenergie eG) beigetreten ist und ihre städtischen
Dachflächen kostengünstig für Photovoltaik-Anlagen
einbringt.
Ebenfalls ist es richtig, das Freibad mit einer Luft-Wärmepumpe
zu beheizen und massiv in die Wärmedämmung öffentlicher
Gebäude zu investieren. Hier wird schon eine ganze Menge
getan. Auch an der Erzeugung von Strom aus Windenergie
kommen wir nicht vorbei. Die Nutzung von kleinen, leistungsfähigen
Blockheizkraftwerken - beim Hallenbad und bei der Großturnhalle
wurde ein Anfang gemacht - zeigt, welche Möglichkeiten bestehen,
energiepolitisch umzusteuern. Alle vorgenannten Projekte können
effizient in Form eigener Stadtwerke verwirklicht werden. Unsere
Stadt sollte bei der Entwicklung neuer Energieversorgungskonzepte
Vorreiter sein.
Die ödp fordert, dass die Stadt bei der Versorgung
städtischer Gebäude auf Öko-Strom umsteigt.
Wenn die Ausweisung eines neuen Baugebietes erforderlich ist,
muss ein ökologisches Konzept erarbeitet werden.
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ödp - so leben, dass Zukunft bleibt
Schulden
In den letzten Jahren wurden die Schulden
der Stadt Bad Driburg abgebaut. Zurzeit liegen sie noch bei ca.
7,5 Millionen, das macht 385 Euro Pro-Kopf-Verschuldung.
Hinzu kommen die Schulden des Wasser- und Abwasserwerkes. Die
ödp hat diesen Kurs des Schuldenabbaus immer unterstützt,
befürchtet allerdings, dass infolge der Wirtschaftskrise
auch die kommunale Verschuldung wieder zunimmt. Die ödp
ist gegen neue Schulden, solange sie nicht nachhaltigen Zielen
dienen. Die Schulden von heute sind die steuerlichen Belastungen
und eingeschränkten politischen Handlungsspielräume
von morgen. Mit Schulden, das haben wir schon oft gesagt, leben
wir auf Kosten zukünftiger Generationen. Deshalb lehnen wir
Projekte, die ausschließlich über neue Schulden finanziert
werden, ab. Wir wollen kein neues Hallenbad, das nur auf Pump
finanziert wird. Da unterscheiden wir uns deutlich von anderen
Parteien im Rat. Auch lehnen wir es ab, städtisches Vermögen
zu verkaufen, um fragwürdige Projekte zu bezahlen.
Der Bad Driburger Stadtwald ist ein Schatz, den wir uns bewahren
müssen. Leider ist die Hälfte gegen unseren Willen
bereits verkauft worden. Eine weitere Veräußerung von
Waldflächen, für welchen Zweck auch immer, ist für
die ödp nicht akzeptabel.
Privatbad
Graf von Oeynhausen-Sierstorpff hat 20 Millionen
Euro in den Umbau und die Modernisierung seines Hotels investiert.
Das ist anzuerkennen.
Jedoch stellt sich die Frage, ob privatwirtschaftliche Unternehmen
mit Geldern des Staates massiv unterstützt werden sollen.
Bad Driburg als Kurort braucht einen Kurpark. Den besitzt der
Graf, wofür er von der Stadt jährlich 880 000 Euro erhält.
Hierbei handelt es sich um Einnahmen aus der Kurtaxe (ca. 1,1
Million Euro), die mit einem Personalaufwand seitens der Stadt
eingenommen werden. Wie aus der Presse zu entnehmen war, müssen
Sie als Bad Driburger Bürger für das Betreten des gesamten
Kurparks ab 2010 Eintritt bezahlen. Ein altes "Gewohnheitsrecht",
die Nutzung des Weges entlang der Bahnlinie, wird mit der Schließung
des Kurparks aufgehoben. Bei Verträgen zwischen zwei Verhandlungspartnern
kommt immer ein Kompromiss zustande. Die hier ausgehandelten Konditionen
zwischen Stadt und Privatbadbesitzer gehen der ödp zu weit.
Die Verteilung der Einnahmen aus der Kurtaxe muss so gestaltet
werden, dass auch die Stadt ihre Projekte voranbringen kann.
ödp - aus Liebe zu Bad Driburg
ödp - Ökologisch-Demokratische Partei im Rat der Stadt
Bad Driburg
www.ödp-bad-driburg.de
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