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Neu gewählter Vorstand 2009

 

Margret Thiel

Vorsitzende

Zur Quelle 11

Bad Driburg

Tel.: 05253-940244

Fax:

e-mail:

 

Bernd Bartsch

Stellvertretender Vorsitzender

Mitglied des Stadtrates

Lindenweg 3f

Bad Driburg

Tel.: 05253-1082

e-mail:

 

Bärbel Rieckmann

Schatzmeisterin

Mozartstrasse 14

Bad Driburg

Tel.: 05253-1208

 

Karl-Heinz Rieckmann

Organisationbeauftragter

Mozartstrasse 14

Bad Driburg

Tel.: 05253-1208

 

Kirsten Wallbraun

Pressereferentin

Kiefernweg 3

Bad Driburg

Tel.: 05253-934853

e-mail

 

Petra Flemming-Schmidt

Mitglied des Stadtrates

Weiße Mauer 6

Bad Driburg

Tel.: 05253-1486

e-mail:

 

Franz-Josef Dreyer

Beigeordneter

Schubertstraße 31

Bad Driburg

Tel.: 05253-3433

e-mail:

 

Günter Stürmann

Beigeordneter

Arminiusstrasse 26

Bad Driburg

Tel.: 05253-4622

e-mail:

 


Die ÖDP unterstützt die Speisekammer in Bad Driburg

 

Mit einer Spende von 500 Euro an die Speisekammer e.V. unterstützt die ödp (ökologisch-demokratische Partei) Bad Driburg den Verein bei der Anschaffung dringend benötigter Lebensmittel und Waren. Die "Speisekammer" wurde von Bad Driburger Bürgern, insbesondere den Mitgliedern des Bürgerpunktes initiert und wird u. a. auch von der heimischenWirtschaft unterstützt. In den Räumen des ehemaligen Cafe Hagemann in der Schulstraße hat der Verein eine Bleibe gefunden. Die Mitglieder der "Speisekammer" kümmern sich äußerst engagiert um bedürftige Familien und Einzelpersonen, deren Zahl laut der 1. Vorsitzenden Anne Sievers auch aufgrund der wirtschaftlichen Schieflage ständig wächst. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer, so daß auch Menschen, die sich lange auf der sicheren Seite sahen, durchaus unverschuldet in finanzielle und wirtschaftliche Notlagen geraten können. Besonders tragisch sind die Fälle, in denen Kinder zu den Leidtragenden gehören, hier liegen schnelle Hilfe und Unterstützung allen Beteiligten besonders am Herzen.
Die ödp, die seit ihrer Mitarbeit im Bad Driburger Stadtrat regelmäßig Sitzungsgelder an im Umwelt- oder Sozialbereich tätige Institutionen spendet, ist sich mit den Mitarbeitern der "Speisekammer e.V." sicher, dass die Spende hier an richtiger Stelle eingesetzt wird.


Bildunterschrift: bei der Spendenübergabe (v.l.n.r.): Franz-Josef Dreyer, Margret Pepers, Anne Sievers, Marlies Micus, Petra Flemming-Schmidt, Gisbert Schmidt, Werra Grimm, Bernd Bartsch, Peter Kunkel, Kirsten Wallbraun, Waltraud Schmidt, Klaus Weise-Emden


Familientag 2008

 
Thema des Familientages die Besichtigung der Fischtreppen in Godelheim

Beim ersten Schnee des Winters und entsprechend frostigen Temperaturen lud die ödp Bad Driburg Familienmitglieder, Freunde und Förderer zum Familientag nach Godelheim ein. Von den wetterfesten Teilnehmern sollte dort die öko-fisch GmbH&Co. KG (alte Kartonfabrik Büse) des Architekten Hans Wilhelm Peters besichtigt werden.
Auf dem weitläufigen Gelände an der Nethe erregten zwei Fischtreppen das besondere Interesse der Besucher, zu denen Herr Peters und sein Mitarbeiter Diethelm Breker neben einer Führung auch die notwendigen Informationen und Erfahrungsberichte gaben.
Hans Wilhelm Peters ist der "Erfinder" des Mäander-Fischpasses, der es ermöglicht, größere Höhenunterschiede von Fließgewässern über sehr kurze Strecken und darüber hinaus mit geringem Platzbedarf zu überwinden. Eine sogenannte "Fischtreppe" besteht aus Faserzement-Beckenelementen, die auf einer durchlaufenden Stahlbetonrampe kettenförmig mäandrierend fixiert sind. Bei der Besichtigung sowohl der kleinen als auch der besonders beeindruckenden großen "Fischtreppe" wurde deutlich, dass das fließende Wasser mit all seinen Besonderheiten hinsichtlich Strömung und Bewegung nicht "zerschlagen", sondern den physilogischen Fähigkeiten der Fische und anderer Wasserorganismen angepaßt wird. Somit ist gewährleistet, dass die Ansprüche des Wasserbaus mit den Bedürfnissen der Fische in Einklang gebracht werden. Eine außerordentlich positive Zielsetzung angesichts der Tatsache, dass immer mehr Flüsse ihren natürlichen Lauf einbüßen, wenn dieser den wirtschaftlichen Bedürfnissen des Menschen "im Wege steht". So ist es auch nicht verwunderlich, daß die Peterschen Fischtreppen schon bis in die Schweiz und sogar nach Island verkauft wurden.
Gespannt verfolgten die Besucher das Absenken des Wasserspiegels innerhalb der Treppe, sowie das spätere Anheben, und auch einige Aale konnten während des niedrigen Wasserstandes gut beobachtet werden.
In welchem Temperaturzustand sich die eigenen Zehen befanden, wurde einigen Teilnehmern bewußt, als von Frau Peters zu Kaffee, Tee und Gebäck an den riesigen, liebevoll gedeckten Tisch gebeten wurde. Dort wurden weiter interessierte Fragen gestellt, Erkenntnisse vertieft, und Ehepaar Peters wußte mit einigen Anekdoten aus Planungs- und Bauzeit oder beim Umgang mit Behörden zu unterhalten.
Wohlig durchgewärmt fiel es der Gruppe sichtlich schwer, die gesellige Runde aufzulösen und den Heimweg anzutreten. Aber zum krönenden Abschluß des Tages stand in der Jugendherberge in Bad Driburg ein reichhaltiges und leckeres Abendessen bereit, zu dem auch noch einige Teilnehmer erwartet wurden, die an der "Fischtreppen"-Führung nicht hatten teilnehmen können.
Das Fazit des Familientages war, dass die Godelheimer Fischtreppe auf jeden Fall noch einmal besucht werden soll, es dürfte dann aber gerne auch Sommer sein.

Bilder vom Familientag

Treffen der ödp Gruppe in Godelheim


Herr Peters erklärt uns die Fischtreppen







Wir sehen einen wandernden Aal



Eine Fischtreppe komplett



Es wird langsam lausig kalt



Familie Peters hat uns zum Kaffee eingeladen. Endlich warm





Bei Kaffee Tee und Kuchen diskutieren wir die Fischtreppen










Familientag 2007

 
Thema des Familientages die Besichtigung der Biogasanlage in Marienmünster

Der ödp-Kreisverband nahm sich kürzlich zusammen mit Johannes Potthast, einem der Betreiber der Biogasanlage bei Marienmünster, Zeit, um sich über diese nachhaltige Bioenergieproduktion zu informieren.
Einig waren sich die ödpler, dass eine zukünftig sinnvolle Energieproduktion und Versorgung dezentral und nachhaltig sein muss. Trotz allem sind auch hier kritische Fragen angebracht, da die Verwertung Mais und Getreide zur Bionergieerzeugung vor dem Hintergrund der Futtermittel-importe aus Südamerika kritisch ist. Seit der Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes von 2004 hat sich der Anbau von Mais leicht intensiviert, was jedoch nicht unbedingt von Nachteil für die Natur ist, da eine Biogasanlage über geschlossene Nährstoffkreisläufe verfügt. Das heißt, das die hervorragenden Düngeeigenschaften der Gärreste vorteilhaft auf die Bodeneigenschaften wirken, sich mehr Kleinstlebewesen ansiedeln und sich das Nahrungsangebot für die Vogelwelt vergrößert. Mais bietet zwar keine Nistmöglichkeiten und hier weist der Kreisverband darauf hin, dass Blühstreifen , Buntbrachen und Extensivierungsmaßnahmen für einen Ausgleich sorgen können. Der Getreideanbau, der ebenso wie die Erzeugung der andere Biomasse für diese Anlage in einem Umkreis von ca. 8 km betrieben wird, wird als Zwischenfrucht genutzt, was Errosion und Nährstoffverlust vermeidet. Die ödp-Familie war vom umfangreichen Wissen des Betreibers beeindruckt, denn neben biologischen Kenntnissen sind auch fundierte technische Fähigkeiten notwendig, um solch eine Anlage zu betreiben.
Die interessierten Jugendlichen stellten viele detaillierte Fragen, so dass alle Anwesenden während der 2 stündigen Führung den Eindruck gewinnen konnten, dass ein solch innovatives Projekt für den Kreis zukunftweisend ist. "Biogas vor Ort macht uns Verbraucher unabhängig von der Willkür der Energieriesen", so Margret Thiel, ödp Kreisvorsitzende. "Wir setzen schon immer auf den Energiemix aus erneuerbaren Energien und sind der Meinung, dass Stromgewinnung aus Atomkraft so schnell wie möglich abgeschafft werden muss. Die Häufung der Störfälle in jüngster Zeit zeigen wie anfällig und gefährlich diese Technik ist, zumal eine sogenannte Endlagerung nicht machbar ist".


Bilder vom Familientag

Treffen der ödp Gruppe vor der Biogasanlage und warten auf Herrn Pottast








Beginn der Führung






Diskussion mit Herrn Pottast


gemütliches Beisammensein im Klosterkrug







Genießen der Abendsonne


Aufbruchstimmung


Schöner Abschluss des Tages



Die ÖDP unterstützt die Speisekammer in Bad Briburg


Eroeffnungsrede von Herrn Dr. Buchner

Prof. Dr. Klaus Buchner, Bundesvorsitzender der ödp

36. Bundesparteitag: Eröffnungsrede mit Rechenschaftsbericht

Prof. Dr. Klaus Buchner, Bundesvorsitzender der ödp 36. Bundesparteitag: Eröffnungsrede mit Rechenschaftsbericht In seiner Eröffnungsrede mit Rechenschaftsbericht geht Prof. Dr. Klaus Buchner auf das 25-jährige Bestehen und die Erfolge der Partei ein. Schwerpunkte der bisherigen Arbeit des Bundesvorstandes sind nach dem zentralen Thema Sozial- und Familienpolitik die Grüne Gentechnik, der Klimawandel und die Europäische Verfassung.

von Prof. Dr. Klaus Buchner Prof.

Dr. Klaus Buchner
Bundesvorsitzender der ödp
Rede mit Rechenschaftsbericht
Höxter 21. April 2007

ES GILT DAS GESPROCHENE WORT

Liebe Delegierte, liebe Gäste,

dieses Jahr feiern wir das 25-jährige Bestehen der ödp. Ihre Entwicklung zeigt durchaus Parallelen zu der eines Menschen: In den ersten Jahren hatten wir unseren Vater Herbert Gruhl, der uns fürsorglich, aber nicht immer demokratisch geführt hat. Dann kamen wir in die Flegeljahre, als wir uns von unserem Ziehvater trennten. Oft haben junge Leute mit 25 bereits eine oder zwei Ehen hinter sich. Der ödp wäre es mit der Familienpartei beinahe ebenso ergangen. Aber die Familienpartei wollte nicht mehr in der gemeinsamen Wohnung bleiben und ist noch vor der Hochzeit wieder ausgezogen.

Sicher haben unsere Gründungs-Mütter und -Väter damit gerechnet, dass wir nach 25 Jahren längst im Bundestag sitzen, vielleicht sogar an einer Bundesregierung beteiligt sind. Das ist zwar nicht der Fall, und doch haben wir mit unseren zahlreichen kommunalen Mandaten Verantwortung übernommen und konnten so manches durchsetzen. Es ist uns sogar gelungen, den bayerischen Landtag und die bayerische Regierung zu verkleinern, obwohl wir gar nicht im Landtag sitzen!
Vor kurzem hat die CDU die Familienpolitik wiederentdeckt, die sie so lange vernachlässigt hat. Sicherlich wäre es viel besser gewesen, wenn sie in unser Programm geschaut hätte, denn die Situation vieler Kinder ist bedrückend! Familienministerin von der Leyen will zwar Familien mit Kindern fördern. Aber was jetzt diskutiert wird, geht nach dem alten Grundsatz: „Wer hat, dem wird gegeben”. Die Wohlhabenden werden gefördert, den Bedürftigen wird noch Geld weggenommen. Denn es bestehen allen Ernstes Pläne, den Ausbau der Krippenplätze durch Einsparungen beim Kindergeld zu finanzieren. Krippenplätze erleichtern es zwar den Eltern eine Arbeit anzunehmen. Wichtiger wäre es jedoch, die Familien zu unterstützen, die keine Arbeit finden können, oder wo sich ein Elternteil bewusst Zeit für die Erziehung der Kinder nimmt und dafür auf ein Einkommen verzichtet. Die Regierung will jetzt diesen Familien noch das Kindergeld kürzen! Hier ist das ödp-Konzept des Erziehungsgehalts nicht nur sozialer, sondern letzten Endes auch für die Entwicklung unserer Gesellschaft wichtig. Denn eine gute Ausbildung kostet immer mehr Geld - Schulgeld, Büchergeld, Kosten für die Fahrten zur Schule, Studiengebühren und und und ... Das können sich immer weniger Eltern leisten. Heute lebt jedes 7. Kind in Deutschland von der Sozialhilfe! Es ist eine Schande, dass wir Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland holen müssen, weil wir die Ausbildung unserer eigenen Jugend grob vernachlässigen.
Die Sozial- und Familienpolitik ist zwar ein zentrales Thema für uns. Jedoch lag der Schwerpunkt der bisherigen Aktivitäten des Bundesvorstands, der vor 5 Monaten neu gewählt worden ist, bei der Ökologie und Demokratie.
Inhaltlich hat sich der Bundesvorstand in dieser Zeit auf 3 Gebiete konzentriert: Erstens auf die Grüne Gentechnik. Sie ist nicht so harmlos, wie die Industrie uns glauben machen will. Für die Zulassung neuer Pflanzen sind keine Langzeituntersuchungen vorgeschrieben. Und auch bei den kurzzeitigen Tests werden viele der möglichen Gesundheitsschäden überhaupt nicht untersucht. Die Gen-Industrie handelt nach dem Grundsatz: "Wir wissen nicht, was wir tun, aber wir fangen schon einmal an."
Die Industrie behauptet ständig, es gäbe ein Nebeneinander von konventionellen und gentechnisch veränderten Pflanzen. Aber Pollen und Bienen halten sich nicht an den Sicherheitsabstand von wenigen Metern; sie fliegen viele Kilometer weit. So werden nicht nur genmanipulierte Pflanzen ausgekreuzt; auch der Honig wird unverkäuflich, wenn er gentechnisch verseucht ist.
Seit kurzem werden die Imker auch durch ein großes Bienensterben in ihrer Existenz bedroht. Neueste Untersuchungen deuten darauf hin, dass die Tiere nicht durch eine Krankheit aussterben, sondern schlicht verhungern, weil die Arbeitsbienen durch die Mobilfunkstrahlung ihre Orientierung verlieren und nicht mehr zu ihrem Stock zurück finden.
Sowohl beim Mobilfunk, als auch bei der Grünen Gentechnik darf die Industrie produzieren und verkaufen, obwohl deutliche Hinweise darauf existieren, dass Menschen an ihrer Gesundheit und an ihrem Eigentum Schaden nehmen. Es handelt sich um einen Feldversuch an Millionen von Menschen - im klaren Widerspruch zu Art. 2,2 des Grundgesetzes und Artikel 174 des EG-Vertrags, die Risikovorsorge zur verbindlichen Auflage machen.
Das alles ist nicht Folge und Ausdruck einer demokratischen Marktwirtschaft, sondern kapitalistische Ausbeutung in Reinkultur. Sie hat die Bürger, die in einer Demokratie die Handelnden sein sollten, zu Objekten kommerzieller Interessen gemacht, sie zur Ware degradiert. Wir erleben die Demokratie nicht mehr als Herrschaft des Volkes, sondern als Diktatur der Konzerne - ausgeübt mit staatlicher Beihilfe.
Die ödp stellt sich dem entgegen. Bei der Gentechnik konnten wir gute Erfolge verbuchen. Der Bayerische Landesvorstand und Herr Steffen Scholz vom Bundesvorstand haben durch Demonstrationen und geschickte Pressearbeit erreicht, dass in Bayern ein Drittel der Flächen, die für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen angemeldet waren, zurückgezogen wurden. Zuvor haben Frau Cornelia Schmidt vom Bundesvorstand und Frau Christiane Lüst in zahlreichen Veranstaltungen viele Bauern auf die gesundheitlichen Gefahren und wirtschaftlichen Risiken durch die Grüne Gentechnik hingewiesen. Wir haben viel erreicht, wir lassen uns und unsere Umwelt nicht ver - Merkeln!
Das zweite zentrale Thema im Bundesvorstand ist der Klimawandel. Die CDU hat nach den Worten ihres Generalsekretärs die Ökologie entdeckt; und die Bundeskanzlerin macht auf internationalen Konferenzen den Eindruck, als setze sie sich entschieden für den Schutz unseres Klimas ein. Aber, Frau Bundeskanzlerin, was tun Sie wirklich? Jetzt, da Sie könnten, schreiben Sie nicht einmal die Abgaswerte für Autos vor, die Sie selbst vor 10 Jahren gefordert haben. Und Sie haben zugelassen, dass in Deutschland 45 neue Kohlekraftwerke geplant sind. Viele davon werden Braunkohle verfeuern. Das sind die größten CO2 - Schleudern, die außerdem noch ganze Landstriche verwüsten. Diese Braunkohlekraftwerke subventionieren Sie sogar noch durch die großzügige Verleihung von Verschmutzungsrechten. Außerdem treiben Sie die Wasserstofftechnik für Autos voran. Wo kommt der Wasserstoff her? Vom Nachtstrom der Atom- und Kohlekraftwerke! Ohne eine Abnahmegarantie für den Nachtstrom können diese Kraftwerkstypen gar nicht weiter ausgebaut werden. So verkaufen Sie etwas als umweltfreundlich, was in Wirklichkeit der Umweltzerstörung dient. Und die Senkung des CO2 - Ausstoßes um 20%, zu der Sie sich verpflichtet haben, werden durch die Stilllegung der alten DDR-Fabriken problemlos erreicht. Das Ganze ist eine einzige Augenwischerei. So ist es nicht verwunderlich, wenn Sie beim Klimaschutz kalte Füße bekommen, weil Ihre Worte und Taten nicht übereinstimmen. Versuchen wir gemeinsam die Kuh vom Eis zu bekommen! Wege dazu gibt es, wie das ödp-Programm zeigt
Am meisten ärgert mich, dass die Klimakatastrophe dazu benutzt wird, für Atomkraft zu werben. Es ist eine Lüge, dass Kernkraft CO2- frei ist. Bitte lesen Sie die beiden Informationsblätter, die der Bundesvorstand dazu herausgegeben hat. Eine weitere Lüge ist, dass das Ausland AKW baut, und dass Deutschland durch den Ausstieg von der technologischen Entwicklung abgekoppelt wird. In Wirklichkeit wurden seit Beginn des Jahrhunderts in Europa 26 Atomkraftwerke endgültig abgeschaltet, aber nur zwei, nämlich Temelin 1 und 2, in Betrieb genommen. Allein im vergangenen Jahr wurden 7 Kernkraftwerke stillgelegt.
In wenigen Tagen jährt sich wieder der schreckliche Unfall von Tschernobyl. Die Internationale Atomenergiebehörde hat zwar aufgehört die Lüge zu verbreiten, dass dabei nur wenige Dutzend Menschen zu Tode gekommen seien. Aber das wahre Ausmaß der Katastrophe ist den meisten Menschen immer noch nicht bewusst. Mehrere Hunderttausend Menschen sind schwer erkrankt, viele davon gestorben. Tausende verloren ihre Heimat und leben in großer Armut, weil der Boden um Tschernobyl für immer verstrahlt ist.
Die Klimakatastrophe darf nicht isoliert gesehen werden. Das ödp-Konzept berücksichtigt, dass in spätestens in 15 Jahren das Ende des billigen Öls unsere Wirtschaft in Bedrängnis bringen wird. Dann steht für die Energiewende kein Geld mehr zur Verfügung. Wenn sie bis dahin nicht durchgeführt ist, werden wir einen ungeheueren Zusammenbruch erleben. Deshalb ist es nicht nur eine Frage des Klimaschutzes, sondern auch des Fortbestands unserer Wirtschaft, dass wir noch heute mit dem Umbau unserer Energieversorgung beginnen.
Leider denken die deutsche Politik und auch die Industrie nur wenige Jahre voraus - die Politik bis zur nächsten Wahl und die Konzerne bis zur Ablösung des Vorstands. So gleicht Deutschland einem Zug von Lemmingen, die im vollem Bewusstsein auf die Küste zulaufen und im Meer ertrinken.
Die ödp ist die einzige Partei, die sich für eine zukunftsfähige Energiepolitik einsetzt. Das &bdquo:Notprogramm zum Ende des billigen Öls”, das auf diesem Parteitag abgestimmt wird, soll den Weg zur schnellen Energiewende weisen. Wir haben darüber hinaus für unsere Mandatsträger Musteranträge formuliert, damit die einzelnen Kommunen Energie sparen und erneuerbare Energien nutzen. Wir halten auch Material für Infostände bereit, damit alle unsere Mitglieder vor Ort aktiv werden können.
Der dritte Schwerpunkt der Arbeit im Bundesvorstand ist die geplante Europäische Verfassung. Vor vier Wochen fanden in Berlin die Feiern zum 50-jährigen Bestehen der Römischen Verträge statt. Aber gibt es wirklich etwas zum Feiern? Das, was in Rom so hoffnungsvoll als Weg in eine friedliche, demokratische Zukunft begann, wird heute in das Gegenteil verkehrt. Die geplante EU-Verfassung ist wohl die einzige Verfassung in der Welt, die ausdrücklich Kriegsgründe festschreibt. Damit sollen auch Angriffskriege gerechtfertigt werden. Die sind zwar nach dem Völkerrecht und nach dem deutschen Grundgesetz verboten und unter Strafe gestellt. Aber Art. I-6 der EU-Verfassung bestimmt, dass das EU-Recht Vorrang vor dem Recht der Mitgliedsstaaten hat.
Außerdem schafft die geplante EU-Verfassung faktisch die Demokratie in Europa ab: Das Parlament hat kaum Befugnisse. Es kann nicht einmal Gesetzesentwürfe einbringen. In Zukunft wird auch kein Parlament mehr über Krieg und Frieden entscheiden, weder das EU-Parlament, noch ein nationales. Die Macht liegt fast ausschließlich in den Händen der EU-Kommission, die nicht gewählt, sondern von den Konzernsvertretern und den Regierungschefs ausgewählt wird, und die vollständig unter dem Einfluss von 20 000 Lobbyisten (!) steht. Man bedenke: Rund 80% unserer deutschen Gesetze werden auf Grund von Entscheidungen dieser Kommission formuliert. Und der größte Teil davon entsteht in Brüssel unter den Vorgaben von Industrievertretern. Kennzeichen einer Demokratie wäre ein Parlament, das auch die Rechte eines Parlaments hat, und eine Regierung, die vom Volk und nicht von einigen Konzernen und Regierungschefs eingesetzt wird. Wir haben längst aufgehört, eine Demokratie zu sein.
Der Euratomvertrag ist Bestandteil der geplanten EU-Verfassung. Das bedeutet, dass alle Länder, ob sie aus der Atomkraft ausgestiegen sind oder nicht, für die Subvention der Kernkraftwerke zahlen müssen, besonders für die maroden in Osteuropa. Weithin unbekannt ist, dass nach dem Entwurf der EU-Verfassung in Kriegen und bei „Aufruhr”die Todesstrafe erlaubt wird (Titel I Artikel 2 der Erläuterungen zur Charta der Grundrechte). Ist eine Massendemonstration gegen Sozialabbau bereits ein Aufruhr? Die Entscheidung darüber liegt bei der EU-Kommission, die gegen den Willen der Konzerne kaum etwas tun kann.
Angesichts dieser Tatsachen verstehe ich es, wenn bisweilen zwei Drittel unserer Mitbürger nicht mehr wählen gehen. Es ist unsere Aufgabe, auf diese Menschen zuzugehen und sie zu überzeugen: „Es gibt eine Lösung, die Demokratie wieder zur Geltung zu bringen. Diese Lösung sind wir, die ödp.”
Die ödp hat sich nämlich mit anderen Kräften und Organisationen zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen Merkels Pläne anzugehen, die Verfassung doch noch durchzupeitschen. Unsere Veranstaltungen sind bereits in einigen Städten auf großes Interesse gestoßen. Am 16. Juni findet in Frankfurt die zentrale ödp-Tagung zu diesem Thema statt - wenige Tage vor dem Gipfel zum Abschluss der deutschen Ratspräsidentschaft.
Dabei kann uns Mut machen, wie in Frankreich und in Holland die Ablehnung der EU-Verfassung erreicht wurde. Zunächst waren die französischen Medien wie bei uns vollständig für die Verfassung. Die Gegner bekamen kaum eine Plattform, um ihre Einwände bekannt zu machen. Aber durch einen guten Internetauftritt, durch Infostände, unzählige private Gespräche mit Freunden und Nachbarn, und durch einige Prominente siegten die Gegner schließlich doch. Daran müssen wir uns ein Beispiel nehmen. Auch unsere eigenen Erfolge ermutigen uns, weiterhin mit aller Kraft für den Erhalt der Demokratie in Europa zu kämpfen.
Als die ödp vor 25 Jahren gegründet wurde, hofften viele, dass der Schutz unserer Lebensgrundlagen und der Erhalt der Demokratie als Ziel der Politik allgemein anerkannt, und dass damit die ödp überflüssig würde. Leider ist das Gegenteil eingetreten: Die ödp ist so nötig wie noch nie. Und selten waren unsere Chancen so gut wie heute.
Tun wir alles, sogar das Unmögliche, für den Erhalt der Demokratie, für den Erhalt unserer Umwelt, und für unsere Zukunft! Stellen wir sicher, dass diese Welt ein Ort bleibt, auf dem es sich lohnt zu leben.


Bilder vom Bundesparteitag 2007 in Höxter

 


Infostand in der Innenstadt von Höxter



Infostand in der Innenstadt von Höxter



ödp Bundesvorsitzender Prof. Dr. Klaus Buchner



Abstimmung auf dem ödp Bundesparteitag



ödp Bundesparteitag: Blick in den Veranstaltungssaal



Grußwort des ödp Landesvorsitzenden NRW, Gerd Kersting



Präsidum des ödp Bundesparteitages, (im Hintergrund: der ödp Vorstand)



Delegierte des Bundesparteitags



Prof. Dr. Klaus Buchner, Dr. Claudius Moseler, Rosemarie Buchner, Gerhard Oesterreich, Udo Lückebergfeld



ödp Basis aus der Süd-Pfalz: ödp Gemeinderat Wolfgang Jöckle, Hans-Joachim Ritter, Vorsitzender der ödp Stiftung für kologie und Demokratie



ödp Bundesvorsitzender Prof. Dr. Klaus Buchner bedankt sich beim Vorstand der ödp Höxter für die Unterstützung beim ödp Bundesparteitag



Mitglieder des Kreisverband Höxter und Freunde



Familientag 2006

 

Am Sonntag, den 2.4.2006 trafen sich die Mitglieder der ödp zum alljährlichen Familientag. Neben guten Freunden und Bekannten waren natürlich auch politisch Interessierte eingeladen. Die Wanderung auf der Emde am frühen Nachmittag war einer der Höhepunkte dieses Tages. Trotz Dauerregens war eine beachtliche Truppe unterwegs und ließ sich von Blumenfreund Bernd Bartsch in die einzigartige Welt der Frühblüher einweisen. Ein Meer von Märzenbecher breitete sich an leider nur noch wenigen Stellen mitten im Wald aus. Da glänzten nicht nur die Kinderaugen. Auch die Erwachsenen erfreuten sich der Blütenpracht. Schade aber, dass sich so ein Natursegen nur noch an wenigen Stellen zeigt, da so mancher "Naturfreund" den Märzenbecher zu gern im eigenen Garten wachsen sieht und das "Buddeln im Wald" nicht unterlassen kann.
Nach der ausgiebigen Wanderung kehrten die munteren ödp'ler in der Bad Driburger Jugendherberge ein. Dort wartete der Herbergsvater Kalle Svoboda mit einem köstlichen Menü auf die hungrige Gesellschaft. Nach dem Essen tauschte sich die muntere Runde noch angeregt aus. Politisch heitere, aber auch ernste Gespräche beendeten einen erlebnisreichen Tag.










Besichtigung des Biohof Thamm

 

Der Bio-Hof Thamm in Alhausen war am 3. Dezember 2005 das Ziel unseres ödp-Kreisverbandes.
Christian Thamm führt dort mit seiner Frau nach streng biologischen und ökologischen Prinzipien seinen 30 ha großen landwirtschaftlichen Betrieb. Seine Ziele sind es, durch ein geschlossenes Betriebssystem mit einer 100%igen Eigenversorgung an Futtermitteln Lebensmittel von hohem gesundheitlichen Wert zu erzeugen, die natürlichen Lebensgrundlagen Boden, Wasser sowie Luft zu pflegen und aktiven Natur- und Artenschutz zu betreiben. Besonders verpflichtet er sich zur Zucht und Erhaltung alter und vom Aussterben bedrohter Nutztierrassen.
Die Bunten-Bentheimer-Landschafe, die original Schwarzbunten Kühe alter Zuchtrichtung und die Bunten-Bentheimer-Sauen, alle vom Aussterben bedroht, faszinierten die Besucher.
Anschließend konnten die ödp-Besucher die äußerst schmackhaften Fleisch- und Käse-Produkte aus eigener Herstellung probieren und sich bei Glühwein und heißem Tee von der außergewöhnlichen Qualität überzeugen.
Zum Schluss waren sich alle einig, dass auf dem Hof Thamm nach dem Wahlspruch gearbeitet wird:
Mit Sorgfalt züchten,
mit Liebe aufziehen,
mit Achtung schlachten,
mit Genuss essen.

 

 


Vorstand des Kreisverbandes

 

Margret Thiel

Vorsitzende

Zur Quelle 11

Bad Driburg

Tel.: 05253-940244

Fax:

e-mail:

 

Bernd Bartsch

Stellvertretender Vorsitzender

Mitglied des Stadtrates

Lindenweg 3f

Bad Driburg

Tel.: 05253-1082

e-mail:

 

Bärbel Rieckmann

Schatzmeisterin

Mozartstrasse 14

Bad Driburg

Tel.: 05253-1082

 

Karl-Heinz Rieckmann

Organisationbeauftragter

Mozartstrasse 14

Bad Driburg

Tel.: 05253-1208

 

Martina Renger

Pressereferentin

Pastors Kamp 10

Bad Driburg

Tel.: 05253 1081

e-mail:

Fax: 05253-933180

 

Magnus Wurm

Jugendbeauftragter

Peter-Riepe-Weg 16a

Bad Driburg

Tel.: 05253-1701

e-mail:

 

Wolfgang Seemann

Beigeordneter

Fraktionsvorsitzender im Stadtrat

Am Ringelsberg 11

Bad Driburg

Tel.: 05253-5328

e-mail:

 

Günter Stürmann

Beigeordneter

Arminiusstrasse 26

Bad Driburg

Tel.: 05253-4622

e-mail:

 


Vorstandswahl

Auf der Mitgliederversammlung der ödp am 27. September 2005 stand die Wahl eines neuen Vorstands auf der Tagesordnung. Nach kurzer Diskussion wurde vorgeschlagen, den alten, bewährten Vorstand wieder zu wählen. Wahlleiter Karl-Heinz Rieckmann dankte dem alten Vorstand für seine gute Arbeit und schlug vor die Aufgaben Presse- und Jugendarbeit im Vorstand in besonderer Weise zu berücksichtigen. Die vergangenen Wahlkämpfe, insbesondere der erfolgreiche Kommunalwahlkampf, hätten gezeigt, dass hier Handlungsbedarf bestehe. Die Mitglieder einigten sich darauf, das Ressort eines Pressereferenten und das eines Jugendbeauftragten zu schaffen. Bei der Besetzung dieser Ressorts fiel die Wahl auf Martina Renger (Pressereferentin) und Magnus Wurm (Jugendbeauftragter).


ödp-Familientag 2005

 

Eine Winterwanderung der besonderen Art führten die Mitglieder und Freunde/innen der ödp Ende Februar anlässlich ihres Familientages durch.
Durch tiefen Schnee, wie sie ihn seit Jahren nicht mehr erlebt hatten, stapften sie und genossen immer wieder die winterliche Landschaft. Allerdings hatte die Wanderung auch einen sehr ernsten Hintergrund. Der ödp-Ratsherr Bernd Bartsch hatte die Wanderstrecke so ausgesucht, dass sie entlang der Grenzen des noch verbliebenen Stadtwaldes der Kernstadt Bad Driburg führte. Mit tiefer Bitterkeit nahmen die Teilnehmer zur Kenntnis, dass von dem einstigen Tafelsilber der Stadt Bad Driburg nur noch ein kümmerlicher Rest übrig geblieben war.
Bei einem gemeinsamen Abendessen in der Jugendherberge, dem sich ein lebhafter Gedankenaustausch anschloss, klang der erlebnisreiche Tag aus.