Der
ödp Kreisverband Höxter/Lippe II hat Kirsten Wallbraun
aus Bad Driburg zur Bundestagskandidatin für das Land NRW
gewählt.
Seit ca. 2 Jahren ist Kirsten Wallbraun Mitglied der ödp
Bad Driburg, nach eigenem Bekunden hat sie sich dieser Partei
vor allem angeschlossen, weil diese spendenunabhängig arbeite
und daher nicht Gefahr laufe, zum "Sprachrohr" von
Banken und Großindustrie zu werden. Außerdem stimmten
die Zielsetzungen des ödp-Programms weitestgehend mit den
eigenen Vorstellungen überein.
Auf bundespolitischer Ebene betrachtet Kirsten Wallbraun den
Ausstieg aus der Atomenergie als ihr vordringliches Thema. Eine
Sache, die ihr auch aus privaten Gründen sehr am Herzen
liegt. Als Jugendliche und junge Erwachsene selbst im Wendland
(Gorleben) wohnhaft, wurde sie schon früh mit den Ängsten
und Sorgen der Menschen dort konfrontiert. Regelmäßige
Besuche und Kontakte im Landkreis Lüchow-Dannenberg haben
die Beschäftigung mit dem Thema und das Wissen um die Gefahren
dieser Energieform nie abreißen lassen. So ist es für
die ödp-Kandidatin auch vollkommen klar, daß die
unklare Entsorgungslage und die havarierten Endlager Asse und
Morsleben vor allem kommenden Generationen aufgebürdet
werden, was die Verantwortungslosigkeit der herrschenden Politik
und Atomindustrie deutlich mache.
Als nahezu ebenso wichtig benennt Kirsten Wallbraun die Ablehnung
genmanipulierter Lebensmittel. Die so oft beschworene Lösung
des Hungerproblems in den sogenannten Entwicklungsländern
durch gentechnisch aufbereitetes Saatgut, hält das ödp-Mitglied
für eine Verdrehung der Tatsachen und verantwortungslose
Geschäftemacherei: "Da wollen einige wenige Großkonzerne
viel Geld mit Menschen verdienen, die von den Kenntnissen der
Industrieländer zu profitieren hoffen." Oft genug
habe sich in der Vergangenheit gezeigt, dass sich die landwirtschaftliche
Effektivität mit der "Hilfe" von Weltkonzernen
der Genindustrie wie z.B. Monsanto in keinster Weise verbessern
lasse, sondern das krasse Gegenteil der Fall sei. Außerdem
stehe die bedenkenswerte Tatsache im Raum, dass die Folgen der
Nutzung genmanipulierter Erzeugnisse für Mensch und Umwelt
nicht ausreichend erforscht seien.
Das wichtigste Element der politischen Arbeit ist für Kirsten
Wallbraun allerdings das Tun und nicht das Reden: "Es kann
nicht jahrzehntelang "fünf vor zwölf sein",
die Lösung vieler Probleme wird nur möglich sein,
wenn wir uns von einigen Bequemlichkeiten verabschieden."