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ödp-Politiker hielt Vortrag über die europäische Union
Striedl: "EU-Wahlen sind von großer Bedeutung"
Für ein Bündnis souveräner europäischer Staaten trat
Hermann Striedl, stellvertretender Bundesvorsitzender der Ökologisch-Demokratischen
Partei (ödp), bei seinem Vortrag in Bad Driburg ein. Der pensionierte
Richter ist einer der Kläger gegen den EU-Reformvertrag. Striedl
bekannte sich zu einem vereinten Europa, erläuterte aber, warum er
Kritik an der Europäischen Union (EU) und am EU- Reformvertrag übt.
Striedl wörtlich: "Wir, die Kritiker der Europäischen Union,
befürworten ein Bündnis souveräner Staaten, um gemeinsam
übergreifende europäische Probleme, zum Beispiel auf den Gebieten
der Sicherheit, der Gesundheit, der Umwelt und der sozialen Marktwirtschaft
zu lösen. Wir wenden uns aber dagegegen, dass die EU-Länder
ihre Hoheitsrechte auf einen Superstaat EU übertragen, der diktatorisch
über die Geschicke der einzelnen EU-Länder entscheidet."
Er forderte, dass das Bündnis souveräner EU-Staaten nur dort
eingreift, wo ein einheitliches Vorgehen im Interesse der Bürger
erforderlich ist.
Damit befindet sich Striedel in bester Gesellschaft, denn nicht nur seine
Partei, sondern auch der Verein "Mehr Demokratie", Verfassungsrechtler
wie Altbundespräsident Roman Herzog, Professor Schachtschneider,
Professor Murswiek und viele andere streiten für ein vereintes Europa,
für ein Bündnis souveräner Staaten.Sie wenden sich gegen
eine EU als Superstaat, in dem die nationalen EU-Staaten aufgehen und
überwiegend ihre Staatlichkeit verlieren.
Striedel kritisierte außerdem, dass sich die EU zu einer globalen
Wirtschaftsmacht entwickelt. Die EU sei in erster Linie auf die Interessen
der Konzerne und des Großkapitals ausgerichtet. Um deren neoliberalen
Interessen an einem freien Markt ohne staatliche Kontrolle zu dienen,
würden diesem Ziel alle anderen Bedingungen eines demokratischen,
sozialen Rechtsstaates, wie ihn das deutsche Grundgesetz vorsieht, untergeordnet.
Der ödp-Politiker appellierte anschließend an die Zuhörer,
sich an der Europawahl am 07. Juni zu beteiligen: "Die EU-Wahlen
sind von großer Bedeutung." Nur wenn viele Bürger an die
Wahlurne gingen, könne sich die Demokratie festigen.
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